Der Frühjahrscheck Teil 1 – wie du dein Fahrrad richtig reinigst!

Ob Enduro, Roadbike oder Gravel – wir alle freuen uns endlich wieder mit dem Rad unsere Runden in der gerade erwachten Natur drehen zu können. Damit du auch in der kommenden Saison wieder voll durchstarten kannst, solltest du zunächst etwas Zeit deinem treuen Begleiter widmen. Wie du das am besten machst, erfährst du hier!

So zuverlässlich wie dich dein Zweirad von A nach B bringt, wie es dein Tor zur Freiheit und zum Adrenalinkick ist, so solltest auch du deinen Frühlingsputzt antreten. Doch was ist wirklich wichtig, auf was solltest du achten und welche Tipps und Tricks erleichtern dir den Checkup? Das haben wir für dich im Gespräch mit unserer Ambassador Laura und dem Radmechaniker Andreas vom Crossladen.Racing Team herausgefunden!

 

 

Erster Schritt: Radputzen!

 

Du möchtest gucken ob noch alles am richtigen Platz sitzt und gut funktioniert? Dann solltest du zunächst dein Rad putzen. Besonders gutes Wetter eigne sich für den „Frühjahrsputz“ am besten, so Andreas. Um dein liebstes Zweirad blitzeblank zu reinigen brauchst du einfach nur Wasser, etwas Spüli (oder Bike Cleaner) und einen Lappen.

„Um sicher zu gehen sollte man keinen Hochdruckreiniger verwenden“, so Laura. „Wenn man dies dennoch möchte, sollte man darauf achten, dass der Dampfstrahl nicht in die Lager kommt, welche ansonsten kaputt gehen könnten“, erklärt sie.
Nachdem alles sauber geschrubbt ist, empfiehlt Radmechaniker Andreas fünf Minuten zu warten und dann das Rad mit einem trockenen Microfasertuch abzuwischen. An dieser Stelle sind sich beide Radverrückten einig: Wichtig ist vor allem, dass alles ordentlich trocken gemacht wird.

Die Kette kann gereinigt werden, indem du z. B. Reinigungsbenzin oder Kettenreiniger auf einen Lappen gibst und damit über die Kette gehst. Nachdem alles sauber ist, muss das Rad natürlich noch geölt werden. Tipp hierzu von Andreas: „Dies geht gut mit Öl oder Wachs – wie man möchte. Mit Öl muss zwar nicht so oft nachschmieren, es zieht den Dreck aber deutlich mehr an. Hier empfehlen wir Wachs, das verlängert die Lebensdauer der Kette und zieht keinen Dreck an.“

 

 

Radputzen – auch als Daily Business!

 

Damit man von seinem liebsten Fortbewegungsmittel noch länger etwas hat, sollte es regelmäßig gepflegt werden. Dies gilt besonders für Räder, die auf matschigen oder sandigen Trails ihre Standhaftigkeit unter Beweis stellen. „So erspart man sich Kosten, die durch kaputte Teile entstehen würden”, meint Andreas. Na, worauf warten wir dann noch? Her mit den Tipps & Tricks!

„Besonders bei Enduro Rädern sollten die Feder-Elemente und die Dichtungen nach jeder Fahrt mit einem Tuch gereinigt werden“, erklärt der Radmechaniker. Bei einer porösen Dichtung können Federgabel und der Dämpfer zu viel Spiel bekommen und somit kaputt gehen. Daher ist der Tipp vom Mechaniker für eine geschmeidige Dichtung: „Regelmäßig, spätestens alle 3-4 Wochen und nach jeder Regenfahrt ein Federgabel-Deo auf die Standbeine auftragen – das gibt’s für ca. 10 € im Radladen. Das gilt auch, wenn im Winter nicht gefahren wird! Nach dem Aufsprühen einfach das Federelement bewegen. So verteilt sich das Mittel. Dies kann die Lebensdauer, und damit auch die des Rads, erheblich verlängern.“

Ob nach Stürzen oder wenn das Rad länger stand – der Rahmen sollte immer wieder auf Risse geprüft werden, da sind sich Radmechaniker & MTB-Fahrerin einig.

„Zudem sollten Tubeless Räder je nach Dichtmilch alle 4 – 6 Monate neu mit Milch befüllt werden, da diese über die Zeit aus dem Reifen diffundiert“, erklärt Andreas. Er rät hier lieber zu viel, als zu wenig Milch einzufüllen. Als Richtwert gelte etwa 80 – 100 ml Milch je Reifen. „Auch wenn das Rad z. B. über den Winter länger steht, kann sich die Milch im Reifen absetzen, verklumpen und die Ventile verkleben. Auch deshalb sollten die Reifen nach der Winterpause abgezogen, sauber gemacht und neu befüllt werden“, meint Laura. Da sie selber auch im Winter fährt, säubert sie die Reifen bei jedem Reifenwechsel, erzählt sie uns.

Ist das Rad geputzt, geht es an die Überprüfung der Technik. Wie du dein Rad hier fit machst, worauf du achten solltest und welche Tipps und Tricks der Profi kennt, erfährst du im 2. Teil des Frühjahrschecks!

 

Laura mit ihren neuen Bike von Deviate. Bild: Hanna Retz